KARRIEREWEGE IM CONSULTING - INTERVIEW #1
„Die Flexibilität, die man selbst einbringt, bekommt man zurück."
Junior, Associate, Consultant, Manager - viele Unternehmensberatungen bieten einen standardisierten und strukturierten Karriereweg. In der Praxis ist das jedoch selten der Fall - und vor allem nicht immer vereinbar mit der Realität der Mitarbeiter:innen. In unserer Interview-Serie “Karrierewege im Consulting” bietet euch Andreas Deuerling (HR-Manager bei firstwaters) einen Blick hinter die Kulissen - am Beispiel echter Charaktere aus der Consultingbranche.
ANDREAS (HR-Manager)
Lorenz, du hast dich damals bewusst für Consulting entschieden – und dann nochmal bewusst für firstwaters. Wie ist diese Entscheidung gefallen?
LORENZ (Manager)
Die Entscheidung für die Beratung war eine wohlüberlegte –was mich an firstwaters gereizt hat, war die Umsetzungsorientierung: nicht Strategie auf dem Papier, sondern echte Transformationsprojekte im Banking. Die Spezialisierung bei firstwaters hat dabei von Anfang an gepasst. Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, war aber weniger eine rationale Abwägung als ein konkretes Gefühl im Bewerbungsprozess: unkomplizierte Kommunikation, direkte Ansprechpartner, eine Atmosphäre, in der ich das Gefühl hatte, hier wirklich schrittweise Verantwortung übernehmen zu können.
ANDREAS (HR-Manager)
Wie sah dein Einstieg konkret aus?
LORENZ (Manager)
Es gab damals kein klassisches Onboarding im herkömmlichen Sinne, mittlerweile läuft das alles standardisierter und auf das Individuum abgestimmt ab, ich wurde aber direkt von Tag eins an beim Kunden eingesetzt. Das bedeutete Training-on-the-job in einem kleineren, ersten Projekt im Treasury-Umfeld, im Tandem mit einem sehr erfahrenen Berater. Dieses Mentoring war für den Einstieg entscheidend – fachlich, aber genauso menschlich. Man lernt in dieser Phase nicht nur die Themen, sondern auch, wie das Team funktioniert, wie man miteinander umgeht, was den Umgang bei firstwaters ausmacht. Und das war von Anfang an positiv. Der Rahmen war bewusst gewählt: ein klar abgegrenztes Thema, ein kleines Team, ein verlässlicher Ansprechpartner – das hat den Start sowohl inhaltlich als auch zwischenmenschlich leicht gemacht.
ANDREAS (HR-Manager)
Wie hat sich dein Verantwortungsbereich von dort aus entwickelt?
LORENZ (Manager)
Im Anschluss folgte der Wechsel in ein großes Front-to-Back-Projekt mit einem breiteren fachlichen Schwerpunkt und einem deutlich größeren Team. Die Entwicklung dort verlief graduell: zunächst kleinere Aufgabenpakete, dann zunehmend eigenverantwortliche Themen, schließlich die Übernahme der Streamlead-Rolle. Was ich dabei gelernt habe: Es gibt keinen vorgefertigten Entwicklungsplan, aber das ist keine Schwäche des Modells – im Gegenteil. Die Flexibilität, die man selbst einbringt, bekommt man in der eigenen Entwicklung zurück. Das ist das Prinzip, das ich hier erlebt habe.
ANDREAS (HR-Manager)
Wie sieht diese Flexibilität in der Praxis aus?
LORENZ (Manager)
In jedem Projekt gibt es – genau wie im Privatleben – viele Herausforderungen, die man bewältigen muss. Was das möglich macht, ist die hybride Arbeitsgestaltung bei firstwaters. Je nach Projektphase arbeite ich mehr remote oder mehr on-site – das erfordert Eigenverantwortung und Selbstorganisation, gibt mir aber auch eine Flexibilität, die ich aktiv nutze. Dasselbe gilt für meinen Ausgleich abseits der Arbeit: Training für den Marathon, Skifahren, Wandern, Zeit mit dem Hund. Das sind keine Zufälle, sondern das Ergebnis einer Arbeitsweise, die Raum dafür lässt - wenn man ihn sich nimmt.
ANDREAS (HR-Manager)
Senior nach drei Jahren, inzwischen Manager – wie ist dieser Weg verlaufen?
LORENZ (Manager)
Der Schritt zum Senior kam nach rund drei Jahren, noch beim ersten Kunden im zweiten Projekt. Was ich daran bezeichnend finde: Es gab keinen definierten Wartezeitraum, kein fixes Level-Schema. Die Beförderung war die logische Konsequenz einer kontinuierlichen Übernahme von Verantwortung und nicht ein Datum im Kalender. Danach bin ich als Senior in ein neues Projekt gewechselt, habe dort Juniors begleitet, verschiedene Themen getrieben, die Lead-BA-Rolle übernommen. Der logische Schritt zum Manager folgte im Laufe dieses Projekts. Ich bin jetzt als Manager bei einem weiteren Kunden, einer internationalen deutschen Bank, tätig.
ANDREAS (HR-Manager)
Was nimmst du als zentrales Learning aus dieser Entwicklung mit?
LORENZ (Manager)
Das Modell bei firstwaters funktioniert nicht nach einem standardisierten Programm – es funktioniert nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Flexibilität, die man selbst einbringt, bekommt man zurück: in der Karriereentwicklung, in der Gestaltung des Arbeitsalltags, letztlich auch im Privaten. Das bedeutet nicht, dass es keinen Druck gibt oder keine Erwartungen – beides ist vorhanden. Aber es bedeutet, dass man seinen eigenen Weg mitgestalten kann. Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege machen das strukturell möglich. Was es in der Praxis wirklich tragfähig macht, ist aber das Team. Nicht nur fachlich – das Niveau ist hoch, man lernt permanent voneinander. Sondern vor allem menschlich. Der Zusammenhalt bei firstwaters ist kein Marketingversprechen, sondern etwas, das man im Alltag konkret erlebt: in der Art, wie man miteinander kommuniziert, wie man sich gegenseitig unterstützt, wie man auch außerhalb der Projektarbeit miteinander umgeht. Das ist letztlich das, was einen Arbeitgeber langfristig ausmacht.