Globale Einführung eines FX Exposure Management-Tools
Vereinheitlichung globaler FX Hedging-Prozesse
Für den Treasury-Bereich eines weltweit tätigen DAX-40-Industriekonerns begleiteten wir die internationale Einführung einer zentralen Lösung für das FX Exposure Management. Die Plattform führt die Erfassung und Steuerung von Fremdwährungspositionen, deren Absicherung sowie die anschließende Abwicklung und buchhalterische Abbildung über Regionen und Gesellschaften hinweg zusammen.
Zielsetzung
Ausgangspunkt waren unterschiedliche lokale Prozesse, Anforderungen und Vorgehensweisen im Umgang mit Fremdwährungsrisiken. Das FX-Risikomanagement sollte deshalb weltweit auf eine gemeinsame technologische und prozessuale Grundlage gestellt werden.
Mit der Einführung einer zentralen Plattform verfolgte der Konzern das Ziel, Fremdwährungspositionen über alle Gesellschaften hinweg transparent zu erfassen und einheitlich zu steuern. Gleichzeitig sollten lokale Prozessvarianten reduziert und die Abläufe vom Abschluss der Sicherungsgeschäfte bis zu ihrer Abwicklung und Abbildung im Accounting stärker standardisiert werden.
Herausforderungen
Das Roll-out umfasste mehr als 3.000 Endnutzer in rund 200 Gesellschaften auf fünf Kontinenten. Unterschiedliche Sprachen, Zeitzonen, lokale Marktgegebenheiten und etablierte Arbeitsweisen mussten mit dem konzernweiten Zielbild in Einklang gebracht werden.
Die Herausforderung bestand darin, eine einheitliche Lösung einzuführen, ohne notwendige regionale Besonderheiten außer Acht zu lassen. Gleichzeitig mussten die Verfügbarkeit des Projektteams über alle Zeitzonen hinweg organisiert und verbindliche Test- und Abnahmeprozesse für die einzelnen Gesellschaften sichergestellt werden.
Unser Beitrag
firstwaters unterstütze den internationalen Roll-out an der Schnittstelle zwischen zentralem Treasury, Accounting und den beteiligten regionalen Gesellschaften. Gemeinsam mit den zentralen Verantwortlichen ordnete unser Team lokale Anforderungen ein, machte Abweichungen vom vorgesehenen Zielprozess sichtbar und überführte die relevanten Besonderheiten in die Umsetzung.
Für die Zusammenarbeit mit den Gesellschaften entwickelte firstwaters ein flexibles Vorgehen, das unterschiedliche Ausgangssituationen, Sprachen und Zeitzonen berücksichtigte. Der kontinuierliche Austausch mit den lokalen Beteiligten und die enge Zusammenarbeit mit den Treasury- und Accounting-Leads des Konzerns stellten sicher, dass fachliche Anforderungen, technische Umsetzung und Roll-out-Planung konsistent aufeinander abgestimmt blieben.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Steuerung der Test- und Abnahmeprozesse im internationalen Roll-out. firstwaters koordinierte die Abstimmung mit den beteiligten Gesellschaften, stellte die Einhaltung der vereinbarten Vorgehensweisen sicher und begleitete die Bearbeitung offener Punkte bis zur jeweiligen Einführung. Dadurch konnten die lokalen Anforderungen kontrolliert geprüft und die Roll-out-Schritte über Regionen und Zeitzonen hinweg konsistent umgesetzt werden.
Erfolge
Mit dem internationalen Roll-out wurde eine gemeinsame Grundlage für das FX Exposure Management des Konzerns geschaffen. Fremdwährungspositionen können über Gesellschaften und Regionen hinweg einheitlich erfasst, gesteuert und abgesichert werden. Zugleich ermöglicht die zentrale Plattform eine durchgängige Kontrolle der Prozesse vom Handel bis zum Accounting.
Die Harmonisierung der Abläufe erhöht die Transparenz über die weltweiten Fremdwährungsrisiken und reduziert lokale Unterschiede in der Prozessausgestaltung. Damit entstand zugleich die Grundlage, Absicherungsstrategien konzernweit gezielt zu steuern und bestehende Hedging-Kosten künftig weiter zu optimieren.
Die Zusammenarbeit mit einem der größten deutschen Industrieunternehmen aus dem Energiesektor eröffnete unserem Team Einblicke in das Treasury außerhalb der klassischen Bankenwelt. Durch das Projekt konnten wir unsere Kompetenzen im Bereich weltweiter Systemeinführungen und internationaler Roll-outs auf fünf Kontinenten vertiefen.
Das Projektteam