FAQ für Bewerber

Muss ich nach Aschaffenburg ziehen?

Nein. Unsere Berater leben quer über Deutschland (und Österreich) verstreut – von Rostock bis Wien und von Bad Segeberg bis München.

Ist Freitag Officetag bei Firstwaters?

Nein. Entweder wir sind fünf Tage vor Ort beim Kunden oder Sie erledigen die interne Arbeit, die Sie am Freitag machen, von Ihrem Home Office am Wohnort aus.

Wie sind die Arbeitszeiten bei Firstwaters?

Viel hängt vom Projekt ab. Wenn es auf einen wichtigen Meilenstein zugeht, kann es etwas stressiger – und eventuell auch länger – werden. Im Großen und Ganzen beschränkt sich die Arbeitszeit aber auf ganz normale Geschäftszeiten – vielleicht nicht ganz „9 to 5“, aber ohne Nacht- und Wochenendschichten. Wir wollen unsere Mitarbeiter nicht verheizen und legen Wert darauf, dass sie langfristig Spaß an der Arbeit haben.

Wie lange laufen Projekte bei Firstwaters?

Von etwa acht Wochen bis zu mehreren Jahren (bei großen IT-Vorhaben) ist alles dabei. Bei extrem lang laufenden Projekten wechseln wir die Berater nach einiger Zeit aus, damit niemand einen „Lagerkoller“ bekommt. Niemand muss mehr als ein Jahr auf dem selben Projekt arbeiten, wenn er/sie das nicht will.

Wie viele Berater sind in der Regel auf einem Firstwaters-Projekt?

Von zwei bis drei auf Kleinprojekten bis zu knapp 20 auf den größten Vorhaben. Ein-Mann-Projekte vermeiden wir nach Kräften.

Bekomme ich einen Mentor, wenn ich bei Firstwaters anfange?

Jeder neue Mitarbeiter erhält einen erfahrenen Manager als direkte Führungskraft, dessen Aufgabe es ist, Sie zu fördern und zu entwickeln. Das geschieht am besten durch gemeinsame Projekteinsätze. Wenn aus irgendeinem Grund ein gemeinsamer Projekteinsatz nicht möglich ist, kümmert sich auf dem Projekt ein zuständiger Manager (oder ein erfahrener Senior Consultant) um Sie. Wir sorgen dafür, dass Sie immer einen unmittelbaren Ansprechpartner haben, der Ihre Fragen beantwortet und Sie direkt unterstützen kann.

Wie sieht mein typischer Start bei Firstwaters aus?

Wenn Sie mit Berufserfahrung zu uns kommen, erhalten Sie am ersten Arbeitstag Ihre Arbeitsausstattung (Telefon, Laptop, Zugangsberechtigungen) und dann kommen Sie so schnell wie möglich zu Ihrem ersten Projekt. Wir sind davon überzeugt, dass man nur im kalten Wasser richtig schwimmen lernt, und so versuchen wir, Sie baldmöglichst in eine Situation zu bringen, wo Sie sich direkt bewähren können. Ein erfahrener Kollege ist zu jeder Zeit an Ihrer Seite und verhindert, dass Sie untergehen. Wenn Sie als Absolvent zu uns stoßen, starten wir mit einer etwa vierwöchigen Intensivausbildung, in der Sie gemeinsam mit anderen Neuzugängen fit gemacht werden für unsere Themen und IT und Methoden. Sobald sich die Möglichkeit eines Projekteinsatzes ergibt, werden wir Sie dann auch auf eines unserer Kundenprojekte bringen.

Wenn ich irgendwo unterwegs bin, wie werde ich untergebracht?

Normalerweise übernachten unsere Kollegen in Hotels vor Ort. Die können Sie entweder durch unser Back-Office buchen lassen. Die Kosten dafür (wie für alle Dienstreisen) übernimmt Firstwaters; Wenn sich Projekte über mehrere Monate erstrecken und der Kunde in einer Großstadt sitzt, bietet sich als Alternative zum Hotel auch eine möblierte Projektwohnung an. Ob Sie Projektwohnung oder Hotel bevorzugen, überlassen wir aber Ihnen.

Wie werden Überstunden verrechnet?

Gar nicht. Wir haben Vertrauensarbeitszeit, und wollen auch in diesem Punkt so unbürokratisch wie möglich bleiben. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie beim Kunden Ihre Arbeit ordentlich erledigen, und das heißt auch, dass Sie mal über die vertraglichen 40 Wochenstunden hinaus arbeiten (wobei sich die Belastung immer in moderaten Grenzen halten wird – siehe auch die Frage zu den Arbeitszeiten). Umgekehrt wird es auch mal Tage geben, an denen Sie später kommen oder früher Schluss machen.

Welche Projekte übernimmt Firstwaters typischerweise?

In der Regel sind Prozesse der Ausgangspunkt für unsere Projekte, wobei nahezu jeder Prozess in einer Bank heutzutage mit einer IT-Lösung verbunden ist. Banken ändern ihre Abläufe, weil sie an ihrer Geschäftslogik etwas ändern (z.B. weil sie neue Produkte oder Märkte erschließen wollen), weil die Aufsicht es verlangt (wie bei EMIR oder MiFID), oder weil sie schlicht Kosten sparen wollen. Wir begleiten diese Vorhaben meist von der Konzeption bis zur Umsetzung in den Echtbetrieb. Unsere Berater analysieren die Situation, erarbeiten Lösungen – gemeinsam mit den Kunden. Diese Lösungen werden dann in Fachkonzepten dokumentiert und in konkrete Anforderungen an die IT übersetzt. Entwickler (von Firstwaters, anderen Beratungen oder dem Kunden selbst) programmieren bzw. konfigurieren dann entsprechend die eingesetzte Software. Die Lösung wird getestet und erprobt, ggf. müssen Bestandsdaten migriert werden. Dann geht die neue Lösung in die Pilotierung und schließlich in den Echtbetrieb. Wir versuchen, ein solches Vorhaben möglichst von Anfang bis Ende und auf Business- wie auf IT-Seite zu begleiten.

Wenn IT und Business bei Firstwaters so nahe zusammen arbeiten: Erwartet Firstwaters von einem Business Consultant, dass er programmieren kann?

Nein. Wir erwarten von unseren Business Consultants, dass sie in der Lage sind, ein Problem oder einen Lösungsvorschlag so aufzubereiten, dass ein Entwickler damit weiterarbeiten kann. Insofern ist ein Grundverständnis für IT-Logik zwingend, und im Laufe der Zeit wird bei den Business Consultants einiges an Kenntnissen der Systeme dazukommen, mit denen wir häufig zu tun haben (wie Calypso oder Murex). Das Programmieren überlassen wir aber den Entwicklern.

Ich lese hier immer wieder von Calypso oder Murex – was ist das eigentlich?

Beides sind – genau wie FrontArena oder Summit – Handelssysteme, mit denen Banken Handelsgeschäfte verschiedener Produktklassen (wie z.B. Wertpapiere oder Derivate) verarbeiten. Die Systeme sind in der Regel auf Front-2-Back-Betrieb ausgelegt. Das heißt, ein solches System kann den gesamten Workflow eines Handelsgeschäfts abbilden, von der Erfassung der Geschäftsdaten im Frontoffice, über Bepreisung und Risikomodelle bis zur Verbuchung, den Zahlungen und dem Erstellen der Bestätigung sowie den diversen Berichten, die damit einhergehen.. Je nachdem, in welcher Einheit ein System eingesetzt ist (viele Banken nutzen im Front- und Back Office unterschiedliche, individuell konfigurierte Systeme) und welche Produkte es abbilden soll, sind Schnittstellen zu bedienen; besondere Anforderungen müssen speziell programmiert oder konfiguriert werden. Viele unserer Projekte im Investment Banking bewegen sich im Umfeld derartiger Handelssysteme. Wir haben hier eine unserer Kernkompetenzen und – gerade im Bereich Calypso – mehr Projekterfahrung und konkrete Umsetzungskompetenz als die meisten anderen Unternehmensberatungen.

In welchem Verhältnis steht Firstwaters zu Herstellern wie Calypso oder Murex?

Wir sind in jeder Hinsicht unabhängig von den Herstellern und wollen uns auch bewusst nicht von ihnen vereinnahmen lassen. In unseren Projekten vertreten wir konsequent die Interessen unserer Kunden – auch gegenüber den Herstellern (was Anpassungen und Fehlerbehebungen im Quellcode betrifft).

Gibt es eine feste Themenzuordnung bei Firstwaters?

Jein. Wir wollen bewusst keine Themensilos haben, aus denen ein Berater nicht mehr herauskommt, wenn er einmal dort gelandet ist. Außerdem leben wir unsere Projekte nicht so arbeitsteilig, dass ein Kollege immer nur für eine bestimmte Tätigkeit oder ein festes Thema zum Einsatz kommt. Die Themen, mit denen wir uns beschäftigen, ändern sich zudem laufend mit dem, was unsere Kunden aktuell bewegt; schon allein deswegen sind die Schwerpunktthemen immer im Fluss. Andererseits sehen wir schon, dass unsere Berater bevorzugt in den Themen nachgefragt werden, in denen sie bereits eine gewisse Erfahrung vorzuweisen haben; insofern ergibt sich über die individuelle Projekthistorie bei den meisten Kollegen schon so etwas wie ein thematischer Schwerpunkt, in dem jemand zum Experten heranreift.

Welche Karrierestufen gibt es bei Firstwaters?

Wir legen keinen Wert auf wohlklingende Jobtitel, und man bekommt bei uns daher auch nicht jedes Jahr eine neue Visitenkarte. Wir sind alle Berater, die je nach Funktion und Thema auf unterschiedlichen Senioritätsstufen in den Projekten zum Einsatz kommen. Wir wollen hier bewusst flexibel bleiben, um die am besten geeigneten Leute bestmöglich einzusetzen. Intern haben wir neben den Geschäftsführern nur die Hierarchiestufe der Manager, die direkte Führungsverantwortung im Team haben und zum Führungskreis des Unternehmens zählen.

Gibt es ein Up or Out bei Firstwaters?

Nein. Genau das wollen wir nicht. Unsere Mitarbeiter sollen sich langfristig bei uns wohlfühlen und Spaß an der Arbeit haben. Wir wollen Kollegen auf Dauer an uns binden und gemeinsam mit ihnen wachsen und Erfolg haben.

Das heißt, dass man keine Karriere machen kann?

Im Gegenteil. Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter von Anfang an und unterstützen sie in ihrer persönlichen, methodischen und fachlichen Entwicklung. Wer nicht an sich arbeiten will, um sich weiter zu entwickeln, ist bei uns an der falschen Adresse! Unsere Berater fangen als Unterstützung in den Projekten an, bekommen dann eigene Themengebiete, die sie verantworten und entwickeln sich dann irgendwann zu Teilprojekt- und Projektleitern. Auch firmenintern können sie Verantwortung übernehmen – für bestimmte Themen, für die Entwicklung junger Kollegen oder für Querschnittsaufgaben.

Wie sehen denn konkrete Entwicklungsmaßnahmen aus?

Wir pflegen eine umfassende Matrix mit Entwicklungsbereichen in den Dimensionen Fachlichkeit (Business oder IT), Methodik und Persönlichkeitsentwicklung. Mitarbeiter und Führungskraft gehen diese Matrix zweimal im Jahr durch und entscheiden dann gemeinsam, an welchem Gebiet die nächste Entwicklungsmaßnahme ansetzen soll. Für jedes Thema haben wir bereits bewährte externe Partner (Seminare, Coachings, Schulungsanbieter), auf die wir zurückgreifen. Die Kosten für diese Entwicklungsmaßnahmen trägt Firstwaters.

Und wenn ich etwas außer der Reihe machen will, z.B. einen MBA machen oder promovieren?

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter in solchen Fällen individuell. Es gibt bewusst kein festgeschriebenes Modell, weil jede Lebenssituation einzigartig ist: Dem einen ist wichtig, dass er genügend zeitlichen Freiraum bekommt, während ein anderer vielleicht eher die Kosten eines solchen Unterfangens scheut. Die eine will en bloc bloß schnell fertig werden, eine andere widmet lieber über einen längeren Zeitraum einen Tag pro Woche der Weiterbildung. Wir legen Wert darauf, dass sowohl Mitarbeiter als auch Firstwaters gleichermaßen in eine solche „große“ Maßnahme investieren, und man gemeinsam ein Interesse am Erfolg hat. Die Modalitäten von Kostenübernahme, Sabbaticals, Gehaltsverzicht usw. werden dann je nach Einzelfall vereinbart.

Wie familienfreundlich ist Firstwaters?

Wir tun, was wir können und sind sehr flexibel, was Elternzeiten, Sabbaticals usw. angeht. Die große Einschränkung unseres Geschäftsmodells, an der wir nicht vorbeikommen: Der Einsatz unserer Berater findet zu 90% vor Ort beim Kunden statt. Und das bedeutet: Wer Familie hat, braucht zwingend einen Partner, der zu Hause die Dinge vor Ort managen kann. Unter dieser Einschränkung lassen sich Familie und Beruf bei uns schon unter einen Hut bringen: Wir haben eine im Branchenvergleich sehr geringe Fluktuationsrate.

Wie kompromissbereit ist Firstwaters in Sachen Reisebereitschaft?

Gar nicht. Das können wir uns nicht erlauben. Ja, wir versuchen, jeden unserer Berater so heimatnah wie möglich einzusetzen, aber da wir die Nachfrage unserer Kunden folgen, können wir keinerlei Versprechungen machen.

Wie steht es um Diversity bei Firstwaters?

Bei uns arbeiten Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturkreisen mit sehr unterschiedlichen Lebensmodellen. Bevorzugt oder benachteiligt wird deswegen niemand.